Archiv für November 2006

Flugzeug-Stinker – tatsächlich Prozeß verloren?

Mittwoch, 15. November 2006

Nach einem Artikel der Aachener Nachrichten soll ein Passagier, der wegen seines strengen Schweißgeruches nicht mit dem Flieger mitgenommen worden ist, seinen Schadensersatzprozeß gegen die Fluggesellschaft verloren haben.

Nach dem Einchecken für den Abflug aus Hawai hatte sich seine Sitznachbarin beschwert, daß er zu stark nach Schweiß roch, daher mußte er wieder aussteigen.

Daß er nun seinen Prozeß verloren haben soll, stimmt übrigens so nicht, da hier lediglich ein Versäumnisurteil erging, da der Kläger nicht zur mündlichen Verhandlung erschienen war. Als weitere Frage stellt sich auch, wo sein Anwalt war, da in der zweiten Instanz zwingend ein solcher benötigt wird.

Gegen das Versäumnisurteil ist innerhalb von zwei Wochen der Einspruch zulässig, ein zulässiger Einspruch hat zur Folge, daß der Prozeß in den Zustand vor Erlaß des Versäumnisurteils (zurück-) versetzt wird. Daher muß der Kläger hier nur die Hürde des zulässigen Einspruchs nehmen, dann ist der Prozeß beileibe (ja, ja, schönes Wortspiel) noch nicht beendet.

Milliarden-Schaden nicht belegbar?

Mittwoch, 08. November 2006

Der Musikindustrie-Experte Alex Malek kommt nach einem Bericht von Teleopolis zu dem Schluß, daß die von der Musikindustrie vorgelegten Zahlen zu den Copyright-Verstößen (maßlos?) übertrieben sind.

Er zieht den Schluß, daß es der MI durch diese Lobbyarbeit lediglich darum gehe, die Regierungen der jeweiligen Länder zu schärferen Copyright-Gesetzen zu bringen.

Auch dies ein weiterer Baustein zu der Annahme, daß die angeblichen Umsatzausfälle der MI lediglich auf einer wie auch immer gearteten Hochrechnung beruhen.