Archiv für Mai 2008

Zahlendreher bei Online-Überweisung kann teuer werden

Dienstag, 27. Mai 2008

Nach einer erst jetzt bekannt gewordenen Entscheidung des AG München vom 18.06.2007, AZ 222 C 5471 / 07 haftet die Empfängerbank nicht für eine Verwechselung bei der Kontonummer.

Im entschiedenen Fall überwies ein Schuldner online an seinem Gläubiger 1.800 €, gab zwar den richtigen Empfängernamen an, verwechselte jedoch bei der Kontonummer eine Zahl. Diese Kontonummer gab es tatsächlich und so wurde die Überweisung auf das falsche Konto ausgeführt. Die falsche Empfängerin verbrauchte das Geld und konnte es anschließend nicht zurückzahlen, da sie in finanziellen Nöten war.

Daher verlangte der Kläger von seiner Bank den Betrag in Höhe von 1.800 €, da diese seiner Ansicht nach einen Abgleich zwischen Empfängernamen und übermittelter Kontonummer vorzunehmen habe und es so nicht zu der Fehlüberweisung gekommen wäre.

Da sich die Bank weigerte, erhob er Klage vor dem AG München, das seine Klage jedoch abwies. Das AG ist der Meinung, daß im beleglosen Überweisungsverkehr die Empfängerbank keine Pflicht zum Abgleich zwischen Kontonummer und Emfängernamen habe.

Das Urteil ist rechtskräftig.

Daher kontrollieren Sie nach einer Online-Überweisung die Kontonummer und den Emfpängernamen und stornieren Ihrer Bank gegenüber ggfs. die Überweisung. Dies kann jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt erfolgen, an dem das Geld dem Empfängerkonto gutgeschrieben worden ist.

Nach diesem Zeitpunkt bleibt lediglich eine Klage gegen den falschen Empfänger, da dieser ungerechtfertigt bereichert ist. Zulange sollte man aber damit nicht warten. Der Empfänger könnte das Geld verbrauchen und sich damit entreichern, so daß er nichts mehr zurückzahlen muß.

Berliner Leben

Donnerstag, 22. Mai 2008

Gestern kam ich von einem Gerichtstermin in Darmstadt am Flughafen Tegel an. Im Bus spielte sich folgende Szene ab:

Ein junges Mädchen öffnete ihr Gepäck und stellte fest, daß sie eine beschädigte Cremetube hatte, die relativ groß war und nicht so auf die Schnelle verbraucht werden konnte. Die Frau vor ihr bot ihr ein Taschentuch an, damit sie die überschüssige Creme wegwischen konnte. Der Mann auf der anderen Seite leerte seine Plastiktüte mit Brot und gab sie ihr, damit die Tube gut verpackt werden konnte.

Da soll noch mal jemand sagen, daß die Berliner ruppig sind.

Aber vielleicht waren es auch ausnahmslos Besucher, die gerade angekommen sind.

Acrobat nicht aktiviert

Montag, 19. Mai 2008

Heute wollte mein Acrobat nicht so richtig. Es weigerte sich einen Druckauftrag mit dem Hinweis, daß Acrobat nicht aktiviert sei, auszuführen.

Habe das Programm über die (programminterne) Reparaturfunktion reparieren lassen und nun geht es wieder.

Wer weiß, was da wieder los war.